Presseschau „Peter und der Wolf“
| Ein Herz für den mutigen Peter
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| Raubtier zum Hören und anfassenRund 700 Besucher hat das Musikmärchen "Peter und der Wolf" angezogen
von JENNIFER REINHARD
BERGHEIM. Geheimnisvolle Oboentöne, melodisches Zirpen und plötzlich ein lauter Trommelwirbel: Gespannt lauschten rund 700 kleine und große Besucher des Medio Rhein-Erft am Sonntag den Tönen des Jungen Sinfonieorchesters Bergheim. Die Kulturwerkstatt Bergheim hatte gemeinsam mit der BM-Cultura das musikalische Märchen „Peter und der Wolf“ auf die Bühne gebracht.
Doch nicht nur klassische Musik zog das Publikum nach Bergheim. Enten, gefährliche Wölfe und hinterlistige Katzen in knalligen Farben hatten rund 150 junge Künstler unter der Leitung von Sonja Bergrath auf Papier und Leinwände gebannt.
Vor rund einem Jahr war beim Kulturforum die Idee zu der Kombination aus Musik, Märchen und Kunst gekommen. Jo Schneider hatte der Bergheimer Künstlerin Sonja Bergrath angeboten, die künstlerische Umsetzung von Sergej Prokofjews Musikmärchen zu übernehmen. Nur wenige Wochen nach dem Zusammentreffen mit Schneider schwangen die Malschüler in ihrem Atelier in Bergheim die Pinsel.
Aber auch Bergheimer Schulen, Kindergärten und Jugendzentren wurden zu der Mitarbeit an dem Projekt aufgerufen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Mehr als 150 Mädchen und Jungen haben sich mit Stiften und Pinseln gewappnet, um den Figuren des Musikmärchens auch optisch Leben einzuhauchen.
„Es war total spannend, was da alles für Beiträge gekommen sind“, erklärte Bergrath. Besonders viel Aufsehen erregten gefährliche Wölfe zum Anfassen. „Der hat ja echtes Fell“, erklärte ein Mädchen staunend ihrer Mutter. Mit Stoffstücken hatten die Schüler der Remigiusschule ihre Kunstwerke beklebt. Besonders gefreut hat sich Bergrath auch über den Beitrag des Deutsch-Vereins Südwest. Mädchen und Jungen zwischen vier und zehn Jahren hatten das Märchen in ihrer Muttersprache Russisch gehört und anschließend bunte Wachsbilder gemalt. Auch der katholische Kindergarten St. Anna und Eulenschule in Berrendorf haben mit kreativen Beiträgen die Ausstellung im Foyer des Medio abgerundet.
Spielerische Streichertöne trafen beim Konzert im Medio auf düstere Trommelwirbel. Unter der Leitung von Franz-Josef Stürmer hatte das Junge Sinfonieorchester das Musikmärchen des russischen Komponisten umgesetzt. Viel Applaus gab es auch für Christoph Scheeben. Mit eindrucksvoller Mimik und viel Gespür für kleine Details hatte der Sprecher die Geschichte des furchtlosen Jungen, der gemeinsam mit einem kleinen Vogel den Wolf fängt, vorgetragen. Zahlreichen Hörspielen und Werbespots hat der Tenor bereits seine Stimme geliehen.
Einen Gegenpol zum jährlichen Rockkonzert wollte die Kulturwerkstatt dem musikalischen Nachwuchs in Bergheim liefern. Vor allem die ganz kleinen Musikfans sollten mit der Umsetzung von „Peter und der Wolf“ angezogen werden. Auch in Zukunft soll es Konzerte für Kinder geben. Vor allem hochwertiges Kulturprogramm wolle man dem Nachwuchs bieten, erklärte Jo Schneider von der Kulturwerkstatt.
Quelle: Rhein-Erft-Rundschau, 30.1.2006, www.rundschau-online.de/jkr/artikel.jsp |
| Ein spielerischer Umgang mit Musik und BildernBeim Kinderkonzert im Bergheimer Medio drehte sich alles um „Peter und der Wolf" - sowohl musikalisch als auch in Bildern.
VON JOACHIM RÖHRIG
Bergheim - So sehr sich Fabian auch müht: Aus der Trompete, die der Achtjährige gerade zum ersten Mal in seinem Leben an die Lippen setzt, will einfach kein Ton herauskommen. Lisa (9) hat ein paar Meter entfernt auf der Violine zwar mehr Erfolg, ist aber ebenfalls nicht restlos zufrieden: „Auf der Bühne eben klangen die Geigentöne aber irgendwie schöner als meine."
Ein von der Bergheimer Musikschule organisiertes Instrumente-Ausprobieren für die kleinen Gäste bildete am Sonntagnachmittag im Medio den Abschluss eines rundum gelungenen Kinderkonzertes, zu dem der Verein „Kulturwerkstatt eingeladen hatte.
„Es ging uns darum, Kindern eine altersgerechte Begegnung mit Musik und bildender Kunst zu ermöglichen und so beim einen oder anderen Jungen oder Mädchen vielleicht die Lust zu wecken, selber kreativ zu werden", erläutert der „Werkstatt"-Vorsitzende Jo Schneider. Die Idee wurde im Beisein von rund 600 kleinen und großen Besuchern wirkungsvoll in die Tat umgesetzt: Im Mittelpunkt stand der Auftritt des Jungen Sinfonieorchesters Bergheim, das unter der Leitung von Franz-Josef Stürmer in großer Besetzung ein für den Anlass maßgeschneidertes Stück aufführte. Immerhin hat Sergej Prokofjew sein musikalisches Märchen „Peter und der Wolf“ vor 70 Jahren speziell für ganz junge Hörer komponiert. In die Musik eingebettet waren Erzählpassagen des Sängers und Schauspielers Christoph Scheeben, der die jungen Zuhörer nicht nur durch die Geschichte von Peter und dem Wolf führte, sondern auch die lautmalerischen Elemente der Komposition erläuterte, in der die Flöten beispielsweise Vögel und das Fagott den knurrigen Großvater darstellen.
Damit nicht genug: Im Vorfeld des Konzertes hatte die Künstlerin Sonja Bergrath Workshops angeboten, in denen Kinder Bilder zu „Peter und der Wolf“ malen konnten. Die Resonanz war unerwartet groß: Neben den Nachwuchs gruppen ihrer eigenen Malschule inspirierte Bergrath auch Kindergärten, Schulen und Jugendzentren zum Mitmachen. So kamen am Ende mehr als 150 ganz unterschiedliche Bilder und Bastelarbeiten zusammen, die am Konzerttag erstmals präsentiert wurden und in den nächsten drei Wochen im Medio-Foyer zu sehen sind.
Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger, 31.1.2006, www.ksta.de/jks/artikel.jsp |





